„Eine Russische Nacht“

russischenacht


Ausführende
Irina GeorgievaPiano
Marc SchmassmannRegie / Schauspiel
Béatrice TraxlerTexte
Manfred SchmidtBühnenbild
Murielle VeyasKostüme
Urs DegenBeleuchtung

Programm
M. Mussorgsky: Szenische Aufführung des Klavierzyklus „Bilder einer Ausstellung“, Pianowerke von A. Scrjabin und S. Rachmaninov.
Erstaufführung am 2./4. Dezember 2011 in der Dorfkirche Allschwil.


Die Produktion „Eine Russische Nacht“ eignet sich für eine Aufführung in einer kleinen /mittleren Kirche, Schlosssaal, oder kleinerem Theater.

Irina Georgieva

PortraitGeorgieva

Die gebürtige Bulgarin Irina Georgieva gewinnt nach frühen Erfolgen bei Wettbewerben und als Solistin im Alter von 16 Jahren den 1. Preis beim internationalen Steinway-Klavierwettbewerb in Berlin. Sie wird zum Studium bei Marina Kapazinskaya am Sofioter Konservatorium zugelassen, tritt als Solistin mit allen wichtigen Orchestern in Bulgarien auf und vervollkommnet weiterhin ihre Spielkunst bei Meisterkursen mit Lazar Berman und Dmitry Baschkirov. Ab 2001 studiert sie als Stipendiatin der Gerber-ten-Bosch-Stiftung an der Hochschule für Musik Basel in der Meisterklasse von Rudolf Buchbinder. Diese siebenjährige Zusammenarbeit erweist sich als sehr bedeutend für ihre pianistische und künstlerische Weiterentwicklung, worüber eine Reihe weiterer Preise und Auszeichnungen beredtes Zeugnis ablegen: Maria Canals, Barcelona 2006; Interpretationspreis für zeitgenössische Musik, 2008. Mit einem Rachmaninov-Rezital schliesst Irina Georgieva ihr Solistendiplom in Basel mit Auszeichnung ab und gewinnt in der Folge im Jahr 2008 wieder einen 1. Preis beim renommierten Klavierwettbewerb „Kurt Leimer“ in Zürich.
Die Komponistin Sofia Gubaidulina äussert sich begeistert über das Talent der jungen Pianistin, lobt vor allem ihre „Vielfalt der Klangfarben, ihre singende Cantilene, ihre musikalische Kraft, die Tiefe der Werkauffassung und ihr tadelloses Gefühl für Form“.
Inzwischen konzertiert Irina Georgieva regelmässig in der Schweiz, Italien, Frankreich, England und in Marokko. Was schon früh bei ihrer Begabung auffiel, ist heute ausgereift: eine virtuose Technik und eine schier unbegrenzte Ausdrucksfähigkeit. Ihr Repertoire umfasst Klaviermusik vom Barock bis zur Gegenwart, wobei sie besonders an der virtuosen Klaviermusik des ausgehenden 19. und 20. Jahrhunderts, geprägt von einer expressiven Tonsprache, Stimmungen und differenzierten Klangfarben, interessiert ist. Ihre erste CD ist eine Hommage an Sergei Rachmaninov mit der Sonate Nr. 2 b-Moll op. 36, den 7 Präludien op.23 und den Corelli-Variationen op. 21. Titel der CD: „Irina Georgieva plays Rachmaninov.“ (
www.irinageorgieva.net)

Marc Schmassmann

PortraitSchmassmann
Geboren 1979 und aufgewachsen in Arlesheim und Münchenstein, schnupperte Marc Schmassmann schon in jungen Jahren Bühnenluft. Dank einer sängerischen und musikalischen Grundausbildung bei der Basler Knabenkantorei konnte er als Chormitglied schon früh in bekannten Opern am Basler Stadttheater mitwirken. Die Liebe zum Theater mit all seinen Facetten liess ihn nicht mehr los. Eine Ausbildung zum Schauspieler war nach der Matur der nächste logische Schritt. Im Jahre 2003 schloss er das Studium an der Hochschule für Musik und Theater Zürich mit dem Schauspiel-Diplom ab. Seitdem ist er als freischaffender Schauspieler, Sprecher und Regisseur tätig.
Er arbeitete mit namhaften Regisseuren wie Matthias Hartmann, Niklaus Helbling, Annelore Sarbach zusammen und spielte in zahlreichen Fernseh- und Kinoproduktionen mit, so zum Beispiel in etlichen Hunkeler-Verfilmungen. Zuletzt vor der Kamera stand er mit Mike Müller für die vierteilige Schweizer Krimiserie „Der Bestatter“.
Seit 2006 engagiert sich Marc Schmassmann auch stark in theaterpädagogischen Projekten. In der Oper „Der Bergsturz“ übernahm er die Dramaturgie, in zahlreichen Produktionen die Regie, so schon zum siebten Mal in Folge beim Laientheater „Zum Schwarze Gyger“ in Allschwil. Mit höchst anspruchsvollen, gesellschaftskritischen Stücken vermag die Theatergruppe immer wieder aufs Neue zu überzeugen.
Mitglied ist der Künstler sodann beim „Bernerhofquartett“, einem musikalisch-schauspielerischen Ensemble, das er vor elf Jahren mitbegründet hat. Und last but not least schloss er im Dezember 2012 seinen Master in Germanistik und Geschichte an der Universität Zürich ab.


Im Dialog mit der Musik – Texte zu Mussorgskys „Bilder einer Ausstellung“
Modest Mussorgsky, wo immer er war, was auch geschah, er erfand Geschichten. Seiner Fantasie – er soll Gerüche eines Gartens, einer Schenke gar gerochen haben – waren schier keine Grenzen gesetzt. Dabei waren seine Vorstellungen geprägt von persönlichen Erfahrungen und Erlebnissen. Als Komponist schuf er Klänge, die gemäss eigener Aussage der menschlichen Sprache erwachsen. Seine komödiantenhafte und heitere Seite wurde zunehmend überschattet von Melancholie und Schwermütigkeit. So auch vor allem bei seiner Komposition „Bilder einer Ausstellung“. 400 Bilder des verstorbenen Freundes und Malers Viktor Hartmann bildeten die Vorlage. Sie beflügelten den Komponisten zu heiteren und fröhlichen Geschichten, aber auch zu traurigen und sehnsuchtsvollen.
Ich hatte die vornehme Aufgabe, eigens dazu erfundene Erzählungen in Sprache und deren musikalische Elemente umzusetzen und so einen einmaligen Spannungsbogen zwischen Musik und Text zu schaffen. Die Musik von Mussorgsky und seine Persönlichkeit zu erfassen erwies sich als eine spannende Reise ins 19. Jahrhundert. Äusserst hilfreich waren die verschiedenen mir zur Verfügung stehenden Einspielungen des Klavierwerkes sowie die Biographie „Mussorgsksy“ des Musikschriftstellers Hans Christoph Worbs. Zahlreiche ergänzende Informationen fand ich über eigene Recherchen. (Béatrice Traxler)

Wir danken den Sponsoren: UBS Allschwil (Hauptsponsor), Gemeinde Allschwil, Kulturelles BL, Gemeinde Schönenbuch, Musik Stoffler.

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