„Mozart & Co.“

mozart


Ausführende
Irina GeorgievaPiano
Marc SchmassmannRegie / Schauspiel
Béatrice TraxlerTexte
Manfred SchmidtBühnenbild

Programm
W.A. Mozart: Musikalisch-szenische Revue über sein Leben & Schaffen. M. Ravel: Gaspard de la Nuit.
Erstaufführung am 18./20. Januar 2013 in der Dorfkirche Allschwil


Die Produktion „Mozart & Co“ eignet sich für eine Aufführung in einer kleinen /mittleren Kirche, Schlosssaal, oder kleinerem Theater.

Irina Georgieva

PortraitGeorgieva

Die gebürtige Bulgarin Irina Georgieva gewinnt nach frühen Erfolgen bei Wettbewerben und als Solistin im Alter von 16 Jahren den 1. Preis beim internationalen Steinway-Klavierwettbewerb in Berlin. Sie wird zum Studium bei Marina Kapazinskaya am Sofioter Konservatorium zugelassen, tritt als Solistin mit allen wichtigen Orchestern in Bulgarien auf und vervollkommnet weiterhin ihre Spielkunst bei Meisterkursen mit Lazar Berman und Dmitry Baschkirov. Ab 2001 studiert sie als Stipendiatin der Gerber-ten-Bosch-Stiftung an der Hochschule für Musik Basel in der Meisterklasse von Rudolf Buchbinder. Diese siebenjährige Zusammenarbeit erweist sich als sehr bedeutend für ihre pianistische und künstlerische Weiterentwicklung, worüber eine Reihe weiterer Preise und Auszeichnungen beredtes Zeugnis ablegen: Maria Canals, Barcelona 2006; Interpretationspreis für zeitgenössische Musik, 2008. Mit einem Rachmaninov-Rezital schliesst Irina Georgieva ihr Solistendiplom in Basel mit Auszeichnung ab und gewinnt in der Folge im Jahr 2008 wieder einen 1. Preis beim renommierten Klavierwettbewerb „Kurt Leimer“ in Zürich.
Die Komponistin Sofia Gubaidulina äussert sich begeistert über das Talent der jungen Pianistin, lobt vor allem ihre „Vielfalt der Klangfarben, ihre singende Cantilene, ihre musikalische Kraft, die Tiefe der Werkauffassung und ihr tadelloses Gefühl für Form“.
Inzwischen konzertiert Irina Georgieva regelmässig in der Schweiz, Italien, Frankreich, England und in Marokko. Was schon früh bei ihrer Begabung auffiel, ist heute ausgereift: eine virtuose Technik und eine schier unbegrenzte Ausdrucksfähigkeit. Ihr Repertoire umfasst Klaviermusik vom Barock bis zur Gegenwart, wobei sie besonders an der virtuosen Klaviermusik des ausgehenden 19. und 20. Jahrhunderts, geprägt von einer expressiven Tonsprache, Stimmungen und differenzierten Klangfarben, interessiert ist. Ihre erste CD ist eine Hommage an Sergei Rachmaninov mit der Sonate Nr. 2 b-Moll op. 36, den 7 Präludien op.23 und den Corelli-Variationen op. 21. Titel der CD: „Irina Georgieva plays Rachmaninov.“ (
www.irinageorgieva.net)

Marc Schmassmann

PortraitSchmassmann
Geboren 1979 und aufgewachsen in Arlesheim und Münchenstein, schnupperte Marc Schmassmann schon in jungen Jahren Bühnenluft. Dank einer sängerischen und musikalischen Grundausbildung bei der Basler Knabenkantorei konnte er als Chormitglied schon früh in bekannten Opern am Basler Stadttheater mitwirken. Die Liebe zum Theater mit all seinen Facetten liess ihn nicht mehr los. Eine Ausbildung zum Schauspieler war nach der Matur der nächste logische Schritt. Im Jahre 2003 schloss er das Studium an der Hochschule für Musik und Theater Zürich mit dem Schauspiel-Diplom ab. Seitdem ist er als freischaffender Schauspieler, Sprecher und Regisseur tätig.
Er arbeitete mit namhaften Regisseuren wie Matthias Hartmann, Niklaus Helbling, Annelore Sarbach zusammen und spielte in zahlreichen Fernseh- und Kinoproduktionen mit, so zum Beispiel in etlichen Hunkeler-Verfilmungen. Zuletzt vor der Kamera stand er mit Mike Müller für die vierteilige Schweizer Krimiserie „Der Bestatter“.
Seit 2006 engagiert sich Marc Schmassmann auch stark in theaterpädagogischen Projekten. In der Oper „Der Bergsturz“ übernahm er die Dramaturgie, in zahlreichen Produktionen die Regie, so schon zum siebten Mal in Folge beim Laientheater „Zum Schwarze Gyger“ in Allschwil. Mit höchst anspruchsvollen, gesellschaftskritischen Stücken vermag die Theatergruppe immer wieder aufs Neue zu überzeugen.
Mitglied ist der Künstler sodann beim „Bernerhofquartett“, einem musikalisch-schauspielerischen Ensemble, das er vor elf Jahren mitbegründet hat. Und last but not least schloss er im Dezember 2012 seinen Master in Germanistik und Geschichte an der Universität Zürich ab.


Wolfgang Amadeus Mozart – wie es gewesen sein könnte …
Ja so genau wissen wir das nicht. „Wie es gewesen sein könnte…“, erschien anfangs als eine immens schwierige Aufgabe. Alles schien schon gesagt und ausgereizt zu sein, zementiert mit vielen Klischeevorstellungen. Die Filmindustrie - seit 1920 dabei - ist daran sicher nicht ganz unschuldig.
Als unerschöpflicher Fundus, als reiche Quelle der Inspiration erwiesen sich die zahlreich überlieferten Briefe Mozarts, in denen der Künstler Geredetes auf seine Art niedergeschrieben hat. Nämlich so, wie ihm der Schnabel gewachsen war. Innerer und äusserer Dialog wechseln sich ab, ohne einem bestimmten Regelwerk zu folgen. Humor und Wortwitz auf weiten Strecken. Frivole Gedanken im Wechselspiel mit eitlem Selbstbewusstsein, mit Ehrgeiz und Streben nach Erfolg. Zerrissenheit aus Liebeskummer, aber auch Ängstlichkeit infolge Tod von Mutter und Vater sind Mozart nicht fremd. Heller Zorn und schlussendlich wohltuende Genugtuung spricht aus dem Disput mit dem Erzbischof Colloredo in Salzburg. All das ist nachzulesen in detailgetreu und blumig geschriebenen Briefen an die Familie und an Freunde. Als überaus lesenswert und als ebenso amüsant erwiesen sich zudem die Briefe von Mutter, Vater und Schwester sowie diejenigen von Freunden, aber auch die Schilderungen von Zeitgenossen.
Eine reich gefüllte Schatztruhe war gefunden, die zum Stöbern und Verweilen einlud. Um einer grösstmöglichen Authentizität willen entschloss ich mich, in weiten Strecken Mozart selbst zu Worte kommen zu lassen. Gleichzeitig habe ich mir die Freiheit genommen, für einzelne Begebenheiten aus Mozarts Leben passende Brieffragmente zu nehmen, ungeachtet des tatsächlichen Autors und des jeweiligen Zeitpunkts. Darüber hinaus habe ich, was noch fehlte, dazu gedichtet. So, wie es gewesen sein könnte…
(Béatrice Traxler)


Wir danken den Sponsoren: UBS Allschwil (Hauptsponsor), Gemeinde Allschwil, Kulturelles BL, Gemeinde Schönenbuch, Musik Stoffler.

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